Der jüdischen Friedhof nach 1945

Der jüdische Friedhof in Hassloch ist eher eine Gedenkstätte als ein Friedhof. Von dem ursprünglichen Friedhof ist wenig erhalten geblieben.

Der verwilderte Friedhof, in dem viele Grabsteine umgestürzt und zersprungen waren,  wurde 1958 von der Gemeinde Hassloch mit Landesmitteln in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt. 1974 hat die jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz den Friedhof dann noch einmal umgestalten lassen. Die Grabumrandungen wurden entfernt, die Grabsteine selbst in die Erde gesenkt und einbetoniert, wobei man versuchte, den Text sichtbar zu lassen, was nicht immer geglückt ist. Alle Aufbauten und hohen Grabsteine, soweit sie nicht eingegraben werden konnten, wurden entfernt. Nur wenige Grabsteine haben noch ihre ursprüngliche Form. Es ist auch nicht anzunehmen, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Gräber streng eingehalten wurde. Auch der älteste Teil, jetzt mit 2 Grabsteinreihen, ist damals umgestaltet worden. Die Grabsteine stehen jetzt auf einer Wiese, die von der Gemeinde problemlos gepflegt werden kann. Die Bilder von Hermann Bullinger aus dem Jahre 1957 und 1958 zeigen am besten, wie der jüdische Friedhof ursprünglich ausgesehen hat.

Zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in Hassloch vgl. den Aufsatz von Berthold Schnabel im Sammelband „Jüdisches Leben in Hassloch“ (bearbeitet und zusammengestellt von Johannes Theisohn und Bernd Ruckdeschel). (2008), S. 205-225 und den Beitrag von Hermann Bullinger ebd. S. 225-227.

 

 

 

Der jüdische Friedhof 1957 nach dem Entfernen des Gestrüpps und der Überwucherungen vor der Renovierung durch die Gemeinde 
(Blick von der  östlichen Mauer nach Nordwest, Standort Grab JFHass_Nr_342)

Der jüdische Friedhof 1957 vor der Renovierung durch die Gemeinde (Blick von Süden nach Norden, Standort JFHass_Nr_140)

 

 

 

Der jüdische Friedhof 1958 nach der Renovierung durch die Gemeinde. (Blick von der östlichen Mauer nach Nordwest, 
Standort etwas weiter südlich als die Bilder oben, ca. bei JFHass_Nr_360)

 

Der jüdische Friedhof Januar 2013 (Blick von der östlichen Mauer nach Nordwest, Standort JFHass_Nr_340). Man sieht deutlich die Folgen der Umgestaltung des Friedhofs von 1974. Die Aufbauten und hohen Grabsteine sind verschwunden, die Sockel und Grabumrandungen sind entfernt, die Grabsteine wurden eingegraben (und einbetoniert).

 

 

 Der jüdische Friedhof Januar 2013 (Blick von der östlichen Mauer nach Nordwest, Standort JFHass_Nr_360)